Nun war es schon so weit. Die Abschlussfahrt des Sport- und Mathe-LKs stand vor der Tür. Ein Tag wurde uns geschenkt und wir fuhren Freitagabend anstatt erst Samstagmorgen für sechs Tage nach Garmisch-Partenkirchen. Die gute Stimmung war schon bei der Hinfahrt im Bus bemerkbar.

Samstagmorgen angekommen, blieben wir nicht lange in der Jugendherberge, sondern bekamen eine Führung an der Skisprungschanze in Garmisch. Als ob die Mathematiker nicht mehr alle Tassen im Schrank hätten, begannen sie eine Funktion aufzustellen, die den Springer darstellen könnte und wollten weiterhin Hochpunkt, Tiefpunkt und Wendepunkt berechnen. [...] Während die Mathematiker zu dieser Erkenntnis kamen, hatten die Sportler Angst, Salat zu essen (Kursmotto: Von Salat schrumpft der Bizeps).

Die folgenden Tage waren ebenfalls Actionreich: Wetter spielte in der Regel mit. Die Sonne schien fast jeden Tag und es waren ca. 25 Grad. Die Lehrer riefen nicht mehr nach uns "kommt mal her", sondern fanden Gefallen am "alle Angammlen", worauf überraschenderweise alle Schüler hörten.
 
Wir wanderten auf Bergen und durch die Höllentalklamm. Die Gruppe wurde aufgeteilt in diejenigen, die weit und die, die besonders weit gehen wollten. Wir waren sieben bis neun Stunden unterwegs. An einem anderen Tag fuhren einige 90 Minuten zur Zugspitze hoch mit einer Zahnrad-Bahn und Gondel, wo einige so mutig waren und bis zum Gipfelkreuz kletterten. Dies war ein optinales Programm. Andere besichtigen Fitnessstudios in Garmisch, gingen ins Schwimmbad oder gammelten einfach mal in der Jugendherberge. Mit Mountainbikes ging es ebenfalls hoch hinaus zum Eibsee, wo einige Schüler sich im See abkühlten.
Es gab Schüler, die sich beschwerten, sie hätten zum ersten Mal ihre Ausdauermuskeln benutzt.

Fast jeden Abend bekamen wir unsere Freizeit. Wir durften unternehmen, was wir wollten. Aber jetzt mal ehrlich, was machen wohl Schüler Abends, während sie ihre Abschlussfahrt haben? Jedenfalls hat einer gelernt, dass man die Hormonpille nicht mit einem Mentos verwechseln sollte. [...] Ein sehr witziges Ereignis war das Raften auf der Loisach. Wir bespritzten uns mit Wasser, klauten die Padel der Anderen und zogen schließlich Lehrer und Schüler aus den Booten ins Wasser.
 

Den letzen Tag verbrachten wir gemeinsam in München. Wir besichtigten die Alinaz Arena und danach war uns freigestellt, in das Deutsche Museum oder durch die Stadt zu gehen. Abends fuhren wir dann gemeinsam zum Oktoberfest, wo wir einige schöne Stunden verbrachten. Die Rückfahrt von München war allerdings fies, da die Lehrer sich den Scherz erlaubten, mit uns durch den Regen gefühlte 100 Kilometer zurück zur Jugendherberge zu laufen.

Die Tage vergingen schnell und dann war es auf einmal schon Donnerstag. Donnerstagmorgen mussten wir leider wieder die Heimreise antreten. Der Busfahrer, der wie ein Jedi klang, wollte uns allen Ernstes Essen und Trinken im Bus verbieten. Naja, er ist dann zum Glück schnell zur Einsicht gekommen. Wir haben wirklich viel mehr oder weniger Sinnvolles gelernt. Schade, wir wären gerne länger dort geblieben!

Ivana Morarevic