Wie weit kann man laufen, wenn man etwas dafür bekommt?
Wie weit kann man laufen, wenn man etwas für andere dafür bekommt?

Die jetzigen 6. Klassen am Anno-Gymnasium bewiesen im Juni 2019, also als sie noch in der 5. Klasse waren, dass man über sich hinauswachsen kann und viel weiter laufen kann, als man von sich gedacht hatte. Und das, obwohl es um andere ging. Oder gerade deshalb.
Es tut gut, für andere etwas zu tun, ihnen zu helfen ihr Leben zu verbessern. Das bewiesen die Schülerinnen und Schüler am Anno bei Aktion Tagwerk und beim Sponsorenlauf, womit sie Projekte in Afrika und das Kinderheim in Prem Sadan in Mumbai in Indien unterstützten.
Dabei kamen insgesamt 14672 € zusammen, wofür die 6.Klässler am Dienstag, den 17.12.2019, in der Aula des Anno-Gymnasiums geehrt wurden.
Norbert Noll, ehemaliger Lehrer am Anno und Vorsitzender der Indienhilfe in Siegburg, sowie der Schulleiter Sebastian Kaas begrüßten die 5. und 6. Klassen der Schule.
Herr Kaas würdigte das Engagement der Schülerinnen und Schüler, die mit ihrem Sponsorenlauf im vergangenen Schuljahr einen konkreten Beitrag für Kinder in anderen Teilen der Welt leisteten. Er hob auch die Initiative der Lehrkräfte hervor, die das ganze Jahr über und speziell an dem Tag von Aktion Tagwerk die Organisation übernahmen, damit eine solche Spendensumme möglich und abgerechnet werden konnte. Für den Sponsorenlauf wäre da Frau Rack zu nennen, für Aktion Tagwerk Frau Tenger und Frau Santel sowie für die Indienhilfe Frau Kharkan-Küster.
So kurz vor Weihnachten mahne uns die Veranstaltung auch, dass sich die ganze Schulgemeinschaft immer wieder überlegen sollte, wie sie etwas für andere Menschen tun könne. Gerade das Kinderheim in Prem Sadan zeige, dass es sich lohne, etwas von unserem Luxus abzugeben, denn mit dem Beitrag von ca. 7300 € könne das Kinderheim ein halbes Jahr unterhalten werden.
Frau Tenger erklärte anschließend den 6. Klassen, was sie nächstes Jahr bei Aktion Tagwerk erwartet. Die Kinder in Deutschland arbeiten einen Tag und spenden ihren Lohn für Projekte in Afrika. Was die Spende für die Menschen dort bedeutet, zeigte ein Dokumentarfilm, der die Kinder sehr beeindruckte. Es war mucksmäuschenstill im Saal und wohl jeder war berührt von den Kinderschicksalen in Afrika.
Sicher sind die Schülerinnen und Schüler nun hochmotiviert, das Spendenergebnis im nächsten Jahr noch etwas zu steigern. Das Anno-Gymnasium zählt jedes Jahr zu den besten Schulen in NRW. Das ist auch Ansporn und Verpflichtung für die jüngsten Anno-Schülerinnen und –Schüler. Spätestens die Bilder vom letztjährigen Sponsorenlauf führten den jetzigen 5.-Klässlern vor Augen, dass es gilt alles zu geben. Die jetzigen 6.-Klässler konnten ganz entspannt sein und freuten sich mit großem Hallo über ihre Bilder.
Am Schluss stellte Herr Noll das Kinderheim in Prem Sadan in Indien vor. Von einer Reise im Jahr 2017 zeigte er Bilder und erzählte von seinen Erlebnissen. Hier sah man, dass jeder Euro konkret umgesetzt wird und den Mädchen in Indien hilft, später ein eigenständiges, würdiges und sinnvolles Leben führen zu können.
Nun weiß jeder 5.-Klässler am Anno, wofür er im Juni 2020 läuft und sich sicher auch ein bisschen quält, damit die Spende möglichst hoch ausfällt.

Text: Karin Kranz
Fotos: Cordula Engel