Anno-Schüler beim DLR School Lab

Es ist schon gute Tradition: Seit der Kooperationsschließung vor 5 Jahren zwischen dem Anno-Gymnasium und dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum arbeiten die Achtklässler der naturwissenschaftlichen Klassen jedes Jahr im Herbst einen Tag lang im School Lab in Köln Wahn.
Der Leiter des School Labs, Dr. Richard Bräucker, betreut die Anno-Schüler zusammen mit seinem Team aus Wissenschaftlern und Studenten und vermittelt die Freude an naturwissenschaftlichem Forschungsstreben und die Neugierde auf Wissenszuwachs – die beste Vorgehensweise zur notwendigen Nachwuchsrekrutierung im so genannten MINT-Bereich (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften-Technik). 

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Ob es die Nebel erzeugenden Experimente mit Stickstoff, die Simulation eines Marsfahrzeugs, Fragen zur Schwerelosigkeit oder die Messungen mit der Infrarotkamera waren, die Schüler zeigten sich fasziniert von allem, was heute schon möglich ist und in Zukunft noch Wirklichkeit werden kann.

Ein Bericht von Felix Droste (8c) findet sich am Ende des Textes

Das Anno-Gymnasium setzt mit seiner naturwissenschaftlichen Förderung in den Anno-Plus-Klassen der Mittelstufe einen Schwerpunkt, der in der Oberstufe mit der Grund- und Leistungskurswahl in allen MINT-relevanten Fächern mündet. Durch die Verbesserung der digitalen Infrastruktur durch die Stadt Siegburg und die Ausstattung mit Tablets für alle Fünftklässler sowie die Vorreiterklasse 9a, die bereits seit über einem Schuljahr mit Tablets arbeitet, werden die Schüler mit den medialen Voraussetzungen ihrer Bildungs-, Lebens- und späteren Berufswelt vertraut gemacht. Erfolgreiche Wettbewerbserfolge von Einzelschülern oder Schülerteams, wie beispielsweise der landesweit preisgekrönten Robotik-AG, runden den Schwerpunkt ab.
Ab November starten wieder viele MINT-Schnupperkurse für Grundschüler. Schon jetzt herzliche Einladung zur kostenlosen Teilnahme an alle Nachwuchsforscher.

Hier der Bericht von Felix:
Am Dienstag der Sonderwoche fuhren wir mit Bahn und Bus zum Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum DLR nach Köln-Wahn. Nach einem kurzen Einstiegsvortrag machten ein interessantes Experiment mit dem Gefahrstoff Stickstoff. Wir haben eine Rose sowie ein Stück Papierhandtuch in den flüssigen Stickstoff getaucht. Als wir di Gegenstände wieder aus dem flüssigen Stickstoff herauszogen, stellten wir fest, dass beide komplett eingefroren waren. Wendete man bei der Rose ein bisschen Kraft auf, zerbrach sie sofort in Einzelteile. Beim Papierhandtuch hingegen passierte nichts. Dieses Experiment fanden wir alle sehr spannend.                                                                   
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Anschließend wurde unsere Klasse in vier Gruppen aufgeteilt und durchlief im Wechsel die vorbereiteten Stationen. Bei „Mission to Mars“ erkundeten wir mit Hilfe eines Roboters die Oberfläche des Mars. Das Problem dabei war, dass wir den Roboter selbst nicht sehen konnten und uns auf das Bild von der auf dem Roboter montierten Kamera verlassen mussten. Das gestaltete sich sehr schwierig. Danach ging es weiter mit einem Versuch zur Schwerelosigkeit. Unter anderem beobachteten wir die Reaktion von Wasser im freien Fall. Zum Ende der Experimentalzeit wendeten wir uns dem Thema „Parabelflüge“ zu. In der folgenden Mittagspause verteilten ein paar Mitschüler leckeren Kuchen.

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Danach ging es zur Station „Infrarot“. Wir gingen in einen abgedunkelten Raum, in dem eine Infrarot-Kamera hing. Als wir den Raum wieder verließen, stellten wir fest, dass uns die Kamera mit Hilfe von Infrarotstrahlung trotz absoluter Dunkelheit filmen konnte. Erstaunlicher Weise konnte man uns sehr gut erkennen. Anschießend durften wir ein Infrarot-Thermometer ausprobieren und maßen die Temperatur unser Mitschüler, was sehr lustig war.

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Nachdem wir uns zur Show des Tages zum Abschluss draußen versammelt hatten, kippte ein Mitarbeiter vom DLR einen Eimer mit flüssigem Stickstoff aus. Der Stickstoff breitete sich auf dem Boden aus und es entstand sehr viel Nebel. Das war sehr interessant anzuschauen, allerdings mussten wir uns danach beeilen, um den Bus nicht zu verpassen.


Felix Droste 8c

Fotos: Tobias Mainz