Vor drei Jahren hatte Svenja Fischer im Anno-Gymnasium zwei Jugendlichen zugehört, die von ihren frischen Eindrücken und Erfahrungen nach einem Jahr Auslandsfreiwilligendienst  berichteten. Thomas Franke, der Referent des FFD (Freiwilliger Friedensdienst der Evangelischen Kirche im Rheinland) hatte sie mitgebracht.
Nun steht die junge Frau, die 2017 hier ihr Abitur gemacht hatte, selber mit ihm vor diesjährigen Abiturkursen und zeigt mit Begeisterung Fotos von ihrem Auslandsjahr in einer Behinderteneinrichtung in St. Petersburg. Begleitet wurden sie von Niklas Geffelmeyer, der zeitgleich mit Svenja sein Auslandsjahr als „Mann für alles Handwerkliche“ in einer Behinderteneinrichtung in Rumänien absolviert hat, wo alle wie in einer großen Familie zusammenlebten. 
 
fischer
 
Svenja arbeitete in einer russischen Einrichtung mit ca. 1000 Behinderten und 300 Mitarbeitenden. Anders als in Deutschland läuft vieles dort nur durch Ehrenamtliche, die beim Waschen, Anziehen und Essen helfen und den Menschen Abwechslung, Spiel, Spaß und Bewegung anbieten. „Manche kämen ohne Ehrenamtliche kaum aus dem Bett raus.“ Ja, die Arbeit sei manchmal anstrengend gewesen, „aber wir haben richtig gute Beziehungen aufgebaut, ich kann es jedem nur empfehlen“, sagt sie. „Das war das spannendste, schönste, erfüllteste Jahr meines Leben“, so Niklas. Das Taschengeld ist nicht üppig, aber es reicht allemal auch noch für ein paar Reisen im Land. Und keine Angst vor der fremden Sprache, das Verstehen läuft von selbst. 
Nach ihrer Rückkehr hatte Svenja zur großen Überraschung ihrer damaligen Religionslehrerin, Schul-Pfarrerin Annette Hirzel, angeboten, selber den Jugendlichen am Anno heute von „der besten Entscheidung meines Lebens“ zu berichten. 
 
auslandfr
 
Damals hatte sie genauso wie Niklas als Abiturient in Westfalen „noch keinen Plan“ gehabt, was sie nach dem Abi machen soll. Ins Ausland wäre eine Option. Was sie damals mitbekommen hatte, hatte sie motiviert, sich schriftlich zu bewerben und danach an der Vorbereitungstagung beim FFD  teilzunehmen.
Muss man Abi haben?, so die erste Nachfrage. Nein, aber nicht mehr schulpflichtig und bei Ausreise 18 Jahre alt sein. Muss man evangelisch sein? Nein, das ist kein Kriterium bei der Auswahl der Bewerbungen. Einziges Kriterium, so Thomas Franke, ist Lust auf dieses besondere „ehrenamtliche Engagement“ z.B. in der Kinder- und Jugend-, Behinderten- und Altenarbeit oder in Suppenküchen in Ländern wie  Argentinien, Brasilien, Chile, Frankreich, Russland, Rumänien, Israel, USA. 
 
Die Arbeitsstelle ist anerkannter Träger für den Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) als auch Entsendeorganisation im Weltwärts-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit, das den Dienst mitfördert. Finanziert wird er aus Eigenmitteln der EKiR und von Förderkreisen der Jugendlichen. Alle Infos sind nachzulesen unter www.aktiv-zivil.de.
Svenja und Niklas jedenfalls haben schon Flüge gebucht für einen baldigen Besuch ihrer „Familien“ in Russland und in Rumänien, die längst zu ihrem Leben dazugehören.
 
Die engagierten Erfahrungsberichte und die ausführlichen Informationen  hinterließen bei den Jugendlichen, die sich noch nicht alle sicher sind, wie es nach dem Abi weitergeht, bleibende Eindrücke:
 
- Auch wenn die eigene Zukunftsplanung konkret anders aussieht, hat der Vortrag „mir das erste Mal vor Augen geführt, wie viele verschiedene Angebote es für ein Jahr soziales Engagement nach dem Abitur gibt. Es ist bemerkenswert, dass die Evangelische Kirche im Rheinland weltweit Projekte betreut.“
 
- Ich freue mich schon sehr auf meinen Bundesfreiwilligendienst, den ich im Juli beginnen werde. Der Vortrag hat mir Mut gemacht, nach dem Abitur etwas zu machen, was nicht nur mir Spaß macht, sondern auch anderen hilft. 
 
- Besonders gefiel einigen, dass in der Vorauswahl besonderen Wert darauf gelegt wird, „dass die Person und das konkrete Auslandsprojekt zusammen passen“ und dass auch Probleme, die auftauchen können, nicht schöngeredet oder verschwiegen wurden.
 
- „Mich persönlich hat der Vortrag dazu verleitet, meine Pläne für die Zeit nach dem Abi nochmal zu überdenken.“
 
Annette Hirzel
 

Anno-Gymnasium Siegburg

Zeithstr. 186-188

53721Siegburg

 

Ein Jahr Auslandsfreiwilligendienst – eine lebenslange Bereicherung für sich selbst und für andere

 

Vor drei Jahren hatte Svenja Fischer im Anno-Gymnasium zwei Jugendlichen zugehört, die von ihren frischen Eindrücken und Erfahrungen nach einem Jahr Auslandsfreiwilligendienst  berichteten. Thomas Franke, der Referent des FFD (Freiwilliger Friedensdienst der Evangelischen Kirche im Rheinland) hatte sie mitgebracht. Nun steht die junge Frau, die 2017 hier ihr Abitur gemacht hatte, selber mit ihm vor diesjährigen Abiturkursen und zeigt mit Begeisterung Fotos von ihrem Auslandsjahr in einer Behinderteneinrichtung in St. Petersburg. Begleitet wurden sie von Niklas Geffelmeyer, der zeitgleich mit Svenja sein Auslandsjahr als „Mann für alles Handwerkliche“ in einer Behinderteneinrichtung in Rumänien absolviert hat, wo alle wie in einer großen Familie zusammenlebten.

 

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Svenja arbeitete in einer russischen Einrichtung mit ca. 1000 Behinderten und 300 Mitarbeitenden. Anders als in Deutschland läuft vieles dort nur durch Ehrenamtliche, die beim Waschen, Anziehen und Essen helfen und den Menschen Abwechslung, Spiel, Spaß und Bewegung anbieten. „Manche kämen ohne Ehrenamtliche kaum aus dem Bett raus.“ Ja, die Arbeit sei manchmal anstrengend gewesen, „aber wir haben richtig gute Beziehungen aufgebaut, ich kann es jedem nur empfehlen“, sagt sie. „Das war das spannendste, schönste, erfüllteste Jahr meines Leben“, so Niklas. Das Taschengeld ist nicht üppig, aber es reicht allemal auch noch für ein paar Reisen im Land. Und keine Angst vor der fremden Sprache, das Verstehen läuft von selbst.

Nach ihrer Rückkehr hatte Svenja zur großen Überraschung ihrer damaligen Religionslehrerin, Schul-Pfarrerin Annette Hirzel, angeboten, selber den Jugendlichen am Anno heute von „der besten Entscheidung meines Lebens“ zu berichten.

 

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Damals hatte sie genauso wie Niklas als Abiturient in Westfalen „noch keinen Plan“ gehabt, was sie nach dem Abi machen soll. Ins Ausland wäre eine Option. Was sie damals mitbekommen hatte, hatte sie motiviert, sich schriftlich zu bewerben und danach an der Vorbereitungstagung beim FFD  teilzunehmen.

Muss man Abi haben?, so die erste Nachfrage. Nein, aber nicht mehr schulpflichtig und bei Ausreise 18 Jahre alt sein. Muss man evangelisch sein? Nein, das ist kein Kriterium bei der Auswahl der Bewerbungen. Einziges Kriterium, so Thomas Franke, ist Lust auf dieses besondere „ehrenamtliche Engagement“ z.B. in der Kinder- und Jugend-, Behinderten- und Altenarbeit oder in Suppenküchen in Ländern wie  Argentinien, Brasilien, Chile, Frankreich, Russland, Rumänien, Israel, USA.

 

Die Arbeitsstelle ist anerkannter Träger für den Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) als auch Entsendeorganisation im Weltwärts-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit, das den Dienst mitfördert. Finanziert wird er aus Eigenmitteln der EKiR und von Förderkreisen der Jugendlichen. Alle Infos sind nachzulesen unter www.aktiv-zivil.de.

Svenja und Niklas jedenfalls haben schon Flüge gebucht für einen baldigen Besuch ihrer „Familien“ in Russland und in Rumänien, die längst zu ihrem Leben dazugehören.

 

Die engagierten Erfahrungsberichte und die ausführlichen Informationen  hinterließen bei den Jugendlichen, die sich noch nicht alle sicher sind, wie es nach dem Abi weitergeht, bleibende Eindrücke:

 

- Auch wenn die eigene Zukunftsplanung konkret anders aussieht, hat der Vortrag „mir das erste Mal vor Augen geführt, wie viele verschiedene Angebote es für ein Jahr soziales Engagement nach dem Abitur gibt. Es ist bemerkenswert, dass die Evangelische Kirche im Rheinland weltweit Projekte betreut.“

 

- Ich freue mich schon sehr auf meinen Bundesfreiwilligendienst, den ich im Juli beginnen werde. Der Vortrag hat mir Mut gemacht, nach dem Abitur etwas zu machen, was nicht nur mir Spaß macht, sondern auch anderen hilft.

 

- Besonders gefiel einigen, dass in der Vorauswahl besonderen Wert darauf gelegt wird, „dass die Person und das konkrete Auslandsprojekt zusammen passen“ und dass auch Probleme, die auftauchen können, nicht schöngeredet oder verschwiegen wurden.

 

- „Mich persönlich hat der Vortrag dazu verleitet, meine Pläne für die Zeit nach dem Abi nochmal zu überdenken.“

 

Annette Hirzel