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Unser Anno-Bistro


Das Anno reist zum 33. Mal in die USA
Nachdem wir alle unsere Koffer gepackt, Reisepässe verstaut und Gastgeschenke eingewickelt hatten, ging es am 04.10.2018 über den Frankfurter Flughafen in die USA. Für 3,5 Wochen sollten wir den „Amerikanischen Traum“ einmal hautnah miterleben. Und bereits das erste Highlight ließ auch nicht lang auf sich warten. In der Stadt, die niemals schläft, verbrachten wir die ersten Tage und bestiegen das Empire State Building, bestaunten die Grand Central Station, erholten uns im Central Park und waren begeistert von den vielen Lichtern am Times Square.

Gerade in New York angekommen, schon reichlich Geld vershoppt, die ersten Bagels mit Cheesecreme verspeist und unser Englisch getestet, da ging es auch schon nach Roxboro, wo wir zwei Wochen bei Gastfamilien untergebracht werden sollten. Mit etwas Aufregung kamen wir am Flughafen an und staunten nicht schlecht, als die Familien für jeden von uns ein Empfangsplakat gestaltet hatten und herzlich zur Begrüßung in die Arme nahmen. Fernab von den üblichen Touristenorten bekamen wir in einem kleinen Ort von North Carolina einen Einblick in die Süd-Staaten Kultur und die Gastfreundschaft der Amerikaner. Noch den Jetlag in den Knochen ging es direkt am nächsten Tag früh um 8 Uhr zur Schule. Hier durften wir in Fächern wie Kochen, Sport, Französisch und Mathematik einen Einblick erhalten. Die größte Überraschung brachte jedoch der Musikunterricht mit sich. Ms. Booth, welche als junge und engagierte Kollegin den Amerikaaustausch mitorganisierte, probte täglich mit ihren Schülern Chorgesang und ließ damit unseren musikalischen Unterricht in Deutschland ziemlich alt aussehen. Auf ewig wird uns die Interpretation von „Stand by me“ im Ohr bleiben, welche am Nebeneingang der Schule und mit faszinierender Akustik vorgetragen wurde. Doch Schule ist nicht nur in dieser Hinsicht in Amerika anders. Wir steckten mitten in der Hurricane-Zeit in Roxboro fest und so kam es, dass uns Ausläufer von Hurricane Michael plötzlich erwischten und wir ein paar Tage ohne Strom (und folglich ohne Wasser) auskommen mussten. Was für die Amerikaner normal ist, war für uns schon eine riesen Sache und mit einer Menge Aufregung und Improvisationstalent verbunden.
Neben einem Ausflug zu einer Büffelfarm, dem historischen Museum der Stadt und der Downtowntour (Polizei, Jail und Feuerwehr) waren wir vor allem von der Holz-Rollschuhbahn im Stile der 70er Jahre begeistert und fielen trotz Skatehilfe einige Male lachend auf unsere Knie. Auch das traditionelle Pumpkin-Crawling (Gestaltung der Kürbissen) für Halloween, brachte fantastische Kreationen hervor.

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Zwischenzeitlich sind wir für ein paar Tage per Amtrak-Zug nach Washington gefahren, das uns mit strahlendem Sonnenschein empfing. In Washington erhielten wir eine Führung durch das Capitol und erhaschten einen Blick auf das Weiße Haus. Neben den vielen Museen beeindruckten uns vor allen Dingen die vielen Memorials zu Ehren amerikanischer Berühmtheiten oder zum Gedenken der Opfer von diversen Kriegen.
Wir haben zwischenzeitlich noch einen Abstecher zum Pentagon und dem berühmten Arlington Friedhof unternommen.

Wieder zurück in Roxboro hieß es schon bald Abschied nehmen. Die letzten Tage vergingen wie im Fluge und wir bewegten uns in der Schule, als würden wir bereits seit Monaten selbst Schüler sein. Schon jetzt war klar, dass wir gern noch geblieben wären, um mit unseren neugewonnen Freunden, Bekannten und Familien abends Pizza oder Bürger essen zu gehen oder bei Wendys Frosty´s zu schlemmen.
Doch jede Fahrt hat irgendwann ein Ende. Die Koffer voller Mitbringsel und mit einem lachenden und tränenden Auge - verließen wir Amerika, welches uns einfach so herzlich in Empfang genommen hatte und auch mit all seinen Ecken und Kanten, aber das auch seine umwerfende Seite gezeigt hat.

Die Schüler wären gern geblieben- was uns zeigt wie eng alle miteinander in der Zeit geworden sind. Viele Freundschaften und Kontakte werden die Schulzeit überdauern, das freut uns sehr.
Wir fiebern einem Wiedersehen der amerikanischen Schüler im Sommer 2019 entgegen.

Julia Müller/Ariane Schütte