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Die Theater-AG des Anno-Gymnasiums präsentierte „Das Martyrium des Piotr O’Hey“ frei nach Slavomir Mrozek. Was würden Sie tun, wenn Ihnen eröffnet würde, dass ein Tiger in Ihrem Badezimmer haust? Genau dieser Thematik sieht sich der Hauptcharakter Piotr O’Hey des Theaterstückes „Das Martyrium des Piotr O’Hey“ gegenübergestellt. Die Wohnung der O’Heys wird zum Treffpunkt verschiedenster, zum Teil recht skurriler Figuren, die aber eines gemeinsam haben: Sie wollen den Tiger für ihre Zwecke nutzen und die Familie ausbeuten.

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Das von Mrozek als Kritik am Stalinismus verfasste Werk hat wenig von seiner Relevanz verloren, auch wenn sich die Inszenierung am Anno-Gymnasium weniger auf die Bedrohung durch den Staat, als auf die zunehmende Vereinsamung des Einzelnen durch die moderne Gesellschaft konzentrierte.

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Seit mehreren Monaten bereiteten sich die vierzehnTheaterschüler der Jahrgangsstufen 7 bis 9 unter der Regie der Lehrkräfte Julia Müller und Götz Maier auf ihren Auftritt vor. Ihre Präsentation, die vom schuleigenen Technikteam ToLiTec unterstützt wurde, überzeugte durch Spielfreude und Kurzweiligkeit. Die Darsteller, allen voran Luc Hegerals Piotr O’Hey, Olivia Koziarowski als dessen Ehefrau und Tristan Sorg und Fiona Nonnemann als Professorenteam spielten ihre Rollen professionell aus und bewiesen sowohl Präsenz als auch Stimmklarheit.

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Ein besonderes inszenatorisches Highlight war der Einsatz von Videotechnik. Während die Schauspieler auf der Bühne agierten, übertrug die Live-Cam in einzelnen Szenen ihre Aktionen im Großformat direkt auf die große Leinwand im Hintergrund der Bühne. So konnten die Aussagen und Handlungen plastischer veranschaulicht und der auf den Protagonisten lastende Druck und Zwang von Gesellschaft und Medien für das Publikum spürbar werden.

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Nach den erfolgreichen Aufführungen am Anno-Gymnasium geht es für das Ensemble noch weiter, denn am 05. Juli um 19:00 Uhr wird das Stück im LVR LandesMuseum in Bonn (Colmantstraße 14-16) beim Spotlights Schultheaterfestival noch einmal einem größeren Publikum zugänglich gemacht.

Weitere Informationen unter: http://spotlights-bonn.de/de/programm