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SdFUnser Anno-Bistro

Der „Engel der Kulturen“ auf dem Weg durch Siegburg zum Anno-Gymnasium. Die Vorzeichen konnten nicht besser sein: Strahlender Himmel begrüßte die 150 Schülerinnen und Schüler des Anno-Gymnasiums, die sich an der Siegburger Moschee zusammen mit ihren Lehrern, den Künstlern Carmen Dietrich und Gregor Merten, den Vertretern der Stadt Siegburg und der DITIB Türkisch-Islamischen Gemeinde zum Auftakt der Kunstaktion „Engel der Kulturen“ trafen.

Die Mitarbeiter der Stadt Siegburg hatten die organisatorischen Planungen detailliert ausgearbeitet, so dass die große Skulptur reibungslos ihren Weg durch die Stadt von der Auferstehungskirche, zum Haus zum Winter, zum jüdischen Gedenkbrunnen und schließlich zum Anno-Gymnasium fand.

Auch die Künstler Carmen Dietrich und Gregor Merten hatten im Vorfeld alle Vorbereitungen getroffen: Das Anliefern der benötigten Materialien für die Aktion an die Stationen des Zuges, die Vorbereitung der Verlegestelle für die bleibende Bodenintarsie am Anno-Gymnasium und das Transportieren der großen Skulptur zur Moscheegemeinde.

engel22Sandabdruck vor der Moschee

Der Auftakt dort war schon ein großer Erfolg. Ömer Kirli, Vertreter der muslimischen Gemeinde, und Imam Mesut Ay begrüßten all diejenigen, die beim Zug durch die Stadt Zeichen setzen wollten für Menschlichkeit, Akzeptanz und Toleranz. Das Verlegen des ersten Sandbildes mit Hilfe der Skulptur fand viele begeisterte Helfer und gelang auf Anhieb. Bevor der Weg zur Auferstehungskirche aufgenommen wurde, erwies die DITIB Türkisch-Islamische Gemeinde ihre große Gastfreundschaft mit einem Büfett aus verschiedenen Backwaren und leckerem Tee.

engel33Ankunft an der evangelischen Auferstehungskirche

Das Rollen des Skulpturenrades erregte Aufsehen bei den Passanten in der Stadt, einige blieben stehen und beteiligten sich an der Aktion.

engel44Sandabdruck an der Auferstehungskirche

Am zweiten Halt, der evangelischen Auferstehungskirche, an der von Jugendlichen Wasser gereicht wurde, sprachen die evangelischen Pfarrer Johannes Knitter und Carsten Schleef.

engel55Blick durch die Skulptur auf die Abtei

An der Station am Haus zum Winter in der Nähe der katholischen St. Servatiuskirche begrüßten Kreisdechant Thomas Jablonka und Kreisjugendseelsorger Thomas Taxacher die Teilnehmer, musikalisch unterstützt durch Kinder des Kindergartens St. Servatius.

engel66Textvorträge am Haus zum Winter

Musikalisch wurde es auch noch einmal am jüdischen Gedenkbrunnen am Brauhof, wo der Schalom-Chor des Anno-Gymnasiums hebräische Lieder vortrug, bevor es dann bergauf zum Anno-Gymnasium ging.

engel77Vorbereitung des Sandabdrucks am jüdischen Gedenkbrunnen

Am Anno-Gymnasium fand als Höhepunkt die Schlussveranstaltung statt. Nach dem Verlegen der vier temporären Sandbilder in der Stadt wurde auf dem Schulhof eine bleibende Intarsie mit dem Symbol des „Engel der Kulturen“ verlegt.

engel88Vorbereitung der Verlegung der bleibenden Intarsie

Wie schon auf dem Weg durch die Stadt war es nun wieder von Bedeutung, dass viele Hände mit anpackten: Beim Ausheben der Stelle für die Verlegung, beim Einpassen der Intarsie in den Boden, beim Ausschneiden des Rings für die Nachfolgestadt der Aktion. Viele Schüler waren begeistert bei der Sache.
engel99Gregor Merten schneidet mit Schüler Max den neuen Ring aus.

Bürgermeister Franz Huhn, Schulleiter Sebastian Kaas und Religionslehrerin Cordula Engel hoben die Bedeutung der Symbolik des „Engel der Kulturen“ als Handlungsauftrag in unserer Welt heraus. Im Sinne der versöhnten Verschiedenheit dürfe keines der abrahamitischen Symbole innerhalb des Kunstwerks fehlen, da sonst das Ganze zerstört würde.

engel111Der Engel für die Säule in Jerusalem ist entstanden.

Das Anno-Gymnasium hat zusammen mit den Beteiligten der Stadt Siegburg und den Siegburger religiösen Gemeinschaften öffentlich Zeichen gesetzt: Nicht nur in Sandzeichen auf dem Boden, nicht nur im bleibenden Zeichen der Intarsie, sondern in den Köpfen und Herzen der Menschen. Solche Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, Intoleranz und Unmenschlichkeit müssen in unserer Welt heute gesetzt werden, damit unsere Welt morgen noch lebenswert ist.

engel112Die rollende Skulptur am Anno-Gymnasium

engel113Der Engel rollt weiter. Die nächste Stadt ist Bayreuth.

Nachfolgend einige Bildeindrücke
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Cordula Engel