Zwei Teilnehmer am NRW-Schulwettbewerb nahmen an der Veranstaltung zum Abschluss der Woche des Respekts am 18.11.2016 im Düsseldorfer Landtag teil.

Wie kam es dazu, dass zwei Schüler des Anno-Gymnasiums von der Landesregierung nach Düsseldorf in den Landtag eingeladen wurden?
Lasst mich dafür etwas ausholen.
Vor rund zwei Monaten nahm der evangelische Religionskurs der Q1 an einem Schulwettbewerb teil. Es ging darum, in einem maximal dreiminütigen Video künstlerisch zu zeigen, was man unter Respekt versteht und wie man den Respekt an der Schule fördern kann.
Der Wettbewerb fand im Rahmen des Projektes "#Hutab RESPEKT ZEIGEN" statt, das von der Landesregierung NRW veranstaltet wurde. Dazu fand vom 14. bis 18. November die "Woche des Respekts" statt.
Wir hatten in unserer Schule über eine Durchsage die Schülerinnen und Schüler motiviert, ihr Verständnis von Respekt in den Pausen auf eine große Papierwand im Foyer zu schreiben. Viele folgten der Einladung, und wir filmten die Aktion. Außerdem stellten wir in einigen typischen Spielszenen unser Verständnis von Respekt dar: Rücksicht, Hilfsbereitschaft, miteinander Teilen, Höflichkeit, Toleranz, aktive Integration.
Auch im Schul-Gottesdienst der Sek II im November stand Respekt im Mittelpunkt, und unser Kurzfilm wurde dort gezeigt.
Den NRW-Schulwettbewerb, an dem landesweit über 250 Schulen teilnahmen, gewannen wir leider nicht, jedoch wurden zwei Leute stellvertretend für die Gruppe eingeladen, an der Abschlussveranstaltung am 18. November im Düsseldorfer Landtag teilzunehmen. Welch eine Ehre!
Und so kam es, dass Luis Oswald und ich an diesem Mittag den Unterricht verließen, um mit Bus und Bahn nach Düsseldorf zu fahren.
Wir kamen kurz vor 12 Uhr im Landtag an. Wir staunten über die Größe des Gebäudes. Nachdem wir durch die Sicherheitskontrollen gegangen waren, betraten wir die Eingangshalle. Wir wurden direkt zu den Garderoben und der Anmeldung weitergeleitet. Nachdem wir uns erfolgreich angemeldet hatten, konnten wir uns erst richtig umsehen. So viele Menschen! Und so viele verschiedene Menschen! Es war ein Zusammentreffen von Poltikern und Schülern, Unternehmern und Militärs,
Muslimen und Juden, Christen und Sikhs, Buddhisten und Hinduisten.
Schließlich suchten wir uns Plätze auf der Tribüne, denn um 13 Uhr begann das Programm im Plenarsaal. Das Programm wurde vom WDR moderiert, und wir wurden von der Landtagspräsidentin Carina Gödecke mit einer Rede begrüßt.
Darauf sahen wir ein Video zum Projekt „Arche“, das ein internationales Zusammenkommen in der Stadt Essen fördert. Nun hielt unsere Ministerpräsidentin Hannelore Kraft eine Rede. Dann hörten wir Programmauszüge aus der Ruhrtriennale-Produktion URBAN PRAYERS RUHR. Ein vorgetragenes Streitgespräch wechselte sich mit musikalischen Beiträgen verschiedener Religionen ab. Anschließend fand eine Gesprächsrunde mit 4 Jugendlichen aus den Gemeinden, die am Projekt URBAN PRAYERS RUHR beteiligt waren, statt. Sie vertraten alle unterschiedliche Religionen. Zum Abschluss des offiziellen Programms hörten wir noch einen musikalischen Beitrag des Familiy-Choirs aus der christlichen Gemeinde in Köln-Mühlheim.
Es war nun bereits nach 15 Uhr, und wir wurden in der Eingangshalle nach dem Programm mit Kaffee und Kuchen empfangen. Hier gab es noch Gelegenheit zu regem Austausch. Luis und ich machten uns nach einer interessanten Veranstaltung wieder auf den Heimweg.

Lukas Rempel (Q1)


wettbewerb2Unmittelbar vor den Weihnachtsferien erhielt die Schulleitung ein offizielles Dankschreiben für die Teilnahme am Wettbewerb, unterzeichnet von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Schulministerin Sylvia Löhrmann. Darin heißt es:

„Respekt kann nicht verordnet werden, Respekt muss gelebt werden! Gegenseitiger Respekt entsteht in einem Miteinander, das Vielfalt wertschätzt und Raum für Individualität lässt. Die Schulen als Lernorte spielen dabei eine wesentliche Rolle.
Gegenseitiger Respekt ist ein Grundpfeiler eines guten Schulkultur. Das wurde bei den Einsendungen zum Schulwettberwerb für mehr Respekt deutlich. In ganz konkreten Projekten, Aktionen und Vorhaben werden gegenseitige Wertschätzung und ein achtsames Miteinander gefördert... Alle teilnehmenden Schulen werden eine Plakette als Anerkennung für die Teilnahme am Schulwettbewerb für mehr Respekt 2016 erhalten.“

Auf diese Plakette freuen wir uns – ein schönes und ermutigendes Zeichen für unser „Wir am Anno“.

Annette Hirzel, Schul-Pfarrerin