Schulischer Unterricht kann außerunterrichtliche erziehe­rische Bemühungen nicht ersetzen. Erzieherisches und menschenwürdiges Engagement innerhalb und außerhalb der Schule setzt aber Kompetenzen voraus, die nicht unbedingt von selbst entstehen, sondern gelernt werden müssen.

Der erziehungswissenschaftliche Unterricht kann und will wesentlich zum Aufbau dieser dringend benötig­ten Kompetenzen beitragen.

Unsere Gesellschaft ist neben einem hohen Maß an Sachkompetenz auf Kompetenzen angewiesen, die ein humanes Miteinander der Menschen ermöglichen. Be­nötigt werden vor allem die Fähigkeiten, ein in sich ge­festigtes, aber zugleich nach außen offenes Selbst zu ent­wickeln und zu bewahren (Selbstkompetenz) und dieses in von humanen Prinzipien bestimmte Interaktionen ein­zubringen (Sozialkompetenz).

Im Verlauf des Erwerbs dieser Kompetenzen sind insbe­sondere ein positives Selbstwertgefühl, eine ausreichen­de Interaktionsfähigkeit sowie ein ausgeprägtes Maß an Verantwortungsbereitschaft gegenüber sich selbst und der eigenen Entwicklung, gegenüber den Personen des engeren sozialen Umfeldes, gegenüber der Gesellschaft und gegenüber der „einen" Welt zu entwickeln (Humankompetenz).