FDG ist die Abkürzung für ein neu an der Schule eingeführtes Fach: Filmen, Darstellen, Gestalten. Hier ein erster Erfahrungsbericht von Johanna Baldus.

Als Schülerin der siebten Klasse habe ich mich vor einem Jahr, wie ziemlich viele andere Schüler meiner damaligen Stufe, dazu entschieden das Fach FDG als drittes Wahlpflichtfach zu wählen. Mit einem Losverfahren musste entschieden werden, wer in den Kurs kommt, denn leider haben sich mehr Schüler angemeldet, als genommen werden konnten.

Also kommen wir seit diesem Schuljahr jeden Montag in der dritten und vierten Stunde mit Frau Jost und Herr Maier zusammen, um herauszufinden, wie Filme geplant und gedreht werden.

Zunächst ging es um die Theorie. Wir lernten verschiedene Kameraeinstellungen und die Wirkung von Farben, Tönen etc. kennen. Uns wurde klar, wie wir im Film eine Atmosphäre aufbauen können, die dem Zuschauer gleichzeitig genügend Informationen gibt, um zu verstehen, worum es geht, aber auch bestimmte Gefühle erzeugt. Nachdem wir all das endlich in unseren Köpfen hatten, durften wir das erste Mal in die Praxis übergehen und in einer Gruppe einen sehr kurzen Film drehen – nicht länger als zwei Minuten, um genau zu sein. Hier sollten wir das Gelernte zum ersten Mal anwenden. Dazu mussten wir zuerst lange und gründlich planen, mehr als ich mir eigentlich vorgestellt hatte. Erst nach etlichen vollgeschriebenen Papieren konnten wir die Kamera in die Hand nehmen, uns mit unserem Team treffen und filmen. Am Ende kamen interessante zweiminütige Filme heraus, die in der Klasse vorgestellt und über die diskutiert wurde.

Im Schuljahr 2013/14 arbeiteten wir an einem Kurzfilm, der gleichzeitig eine Klassenarbeit für dieses Halbjahr ersetzt. Anders als der erste Film, muss dieser etwa zehn Minuten dauern.

Diese Ergebnisse wurden am „Anno-Kurzfilm-Abend“ vorgestellt und in verschiedenen Kategorien prämiert. Wir sollten uns also anstrengen. Schlussendlich kann man sagen, dass FDG sowohl Nachteile als auch Vorteile hat. Der Nachteil: Wir müssen uns oft außerhalb des Unterrichts treffen und arbeiten auch in vielen Mittagspausen, aber – und das ist ein echter Vorteil: es macht immer Spaß und bietet tolle Möglichkeiten für Schüler, die später auch in diese Berufsrichtung gehen wollen, egal ob als Regisseur, Kameramann oder Schauspieler.