Der Kreativkurs „Filmen, Darstellen & Gestalten“ hat Konzeptkunstwerke zum Thema „Hoffnungsmacher“ unter der Leitung von Frau Kullmann auf den Schulhöfen des Anno-Gymnasiums präsentiert.

Anders als bei konventionellen Kunstausstellungen war diese Ausstellung nicht angekündigt, denn die Schulgemeinschaft sollte überrascht werden und über die Installationen, Aktionen und Street Art – zum Teil im wahrsten Sinne des Wortes – stolpern.

FDG1   FDG6

Die Schüler*innen des FDG- Kurses haben innerhalb kürzester Zeit Kunstprojekte im Sinne des erweiterten Kunstbegriffs geplant und z.T. erst am Präsentationstag selbst umgesetzt.
Solveig Nonnemann verschenkte mit ihrer Kunstaktion „Ich schenk‘ dir ein Lächeln“ Fotos von lachenden Mündern auf selbstgebastelten Kärtchen, die auf der Rückseite mit aufmunternden Sprüchen versehen waren. Sie möchte mit ihrer Kunst darauf aufmerksam machen, wie lange wir schon nicht mehr das Lachen unserer Mitmenschen sehen können. Um Hoffnung auf ein zukünftiges Schulleben ohne Masken zu machen, verschenkte sie jeweils ein Lächeln in Papierform.

Gaby Dalinger lud auf dem Mittelstufenschulhof mit ihrer Installation "You deserve a break“ zu einer Pause auf einer Picknickdecke mit Kissen und Palmen ein.


FDG4  FDG9

Janne Jakobs überraschte mit einer Installation an einem Baum vor der Sporthalle: Ein Kescher fängt im Baum hängende Coronaviren und Masken ein. Es wirkt, als hätte er leichtes Spiel.

Josefine Pabst erstellte eine Installation mit beklebten Pizzakartons, die mit Fäden an Bambusstäben befestigt waren. Mit diesem lebensgroßen Mobile erinnerte sie daran, worauf sie und ihre Freunde und Familie in den letzten Monaten verzichten mussten, bzw. worauf sie sich in der Zukunft freuen: Konzert-, Kino-, Restaurant-, Friseurbesuche und Urlaub machen.

FDG5   FDG3

Anderen Künstler*innen des Kurses war es wichtig, das Selbstbewusstsein der Betrachter*innen zu stärken und sie daran zu erinnern, wie wichtig Freundschaften und der Zusammenhalt in dieser Zeit sind. Sophie Heinze drückt dies mit ihrem Stoffgemälde "You never walk alone“ und Johanna Eyckmanns mit ihrer Spiegelinstallation "You are pretty“ aus. In den Pausen gab es nur wenige Schüler*innen, die sich trauten, direkt vor den am Baum hängenden Spiegel mit der Überschrift "You are pretty“ zu schauen.

Mit ihrer überraschenden Ausstellung der besonderen Art wollten die FDG-Schüler*innen bewusst die Denk- und Sehgewohnheiten der Betrachter*innen stören, auf ihre momentane Gefühlslage in dieser besonderen, angespannten und kräftezehrenden Zeit aufmerksam machen sowie ihre Vorfreude auf die anstehende Zukunft zum Ausdruck bringen. Diese Vorfreude sollte auf das Publikum ansteckend wirken, so das Ziel des Kunstprojektes.
Ziel der Ausstellung war es außerdem, die Betrachter*innen zum Nachdenken anzuregen – auch über die Frage, was eigentlich KUNST ist.