Trotz des Lernens auf Distanz bekamen wir, die Schülerinnen und Schüler des Q2-Religionskurses von Frau Hirzel, am 20. Januar 2021 von Svenja Fischer hautnah ihre Erfahrungen und Erlebnisse im Freiwilligen Friedensdienst der Evangelischen Kirche im Rheinland geschildert.
Online schaltete sich Svenja mit einer bilderreichen Präsentation direkt aus unserem Religionsfachraum im Anno in die digitale Unterrichtsstunde ein. Sie berichtete uns zuerst, was der Freiwillige Friedensdienst (FFD) mit seinen Freiwilligen im In- und auch im Ausland erreichen möchte.

Wie der Name schon sagt, schickt der FFD junge Erwachsene für ein Jahr als Freiwillige ins Ausland, um dort Menschen, die Hilfe benötigen, zu helfen und verschiedene Projekte in mehreren Ländern zu unterstützen.
Svenja selbst war nach ihrem Abitur am Anno im Jahr 2017 für ein Jahr in St. Petersburg in Russland. Dort half sie Menschen mit einer Behinderung durch ihren Alltag und versuchte, ihnen mit Ausflügen oder gemeinsamen Aktivitäten das Leben ereignisreicher und spannender zu gestalten. Die Pflegestation, auf der sie gearbeitet hat, ist meist unterbesetzt und braucht deshalb dringend Betreuer sowie Freiwillige. Deshalb hatte Svenja immer zwischen 6 und 10 Schützlinge, die sie gleichzeitig betreut hat.

Durch die persönliche Schilderung ihres Jahres in Russland und ihrer eigenen Erfahrungen bekamen wir einen Einblick in alle Hochs und Tiefs ihrer Reise. Sie möchte diese Erfahrung, die ihr sehr wertvoll geworden ist, nicht mehr missen.
Aber nicht nur über ihr eigenes Jahr in Russland haben wir viel erfahren, sondern auch über viele andere Länder, in die der FFD Freiwillige schickt. So hat sie uns erzählt, dass alle Freiwilligendienste sich unterscheiden und man sich auf verschiedenen Gebieten engagieren kann. Arbeit mit Kindern findet sich in den meisten Ländern sehr häufig, aber auch die Zusammenarbeit mit älteren Menschen oder das Arbeiten in Suppenküchen können Teil der Aufgaben der Freiwilligen sein.

Der FFD der Evangelischen Kirche versucht momentan, trotz der aktuellen Covid 19 - Situation weiter Freiwillige ins Ausland zu schicken. Wenn ihr also 18 Jahre alt seid und wir mit diesem kleinen Einblick in die Arbeit der Freiwilligen und den berichteten Erfahrungen im Ausland euer Interesse wecken konnten, findet ihr hier weitere Informationen: www.aktiv-zivil.de
Ekatharina Bossen, Q2


2021 01 Svenja Fischer 1 a

Auch 2019 war Svenja Fischer zusammen mit dem Referenten der Ev. Landeskirche am Anno zu Gast. Darüber könnt ihr hier mehr nachlesen.


Hier ein paar O-Töne aus unserem Kurs:
- Eine sehr schöne und interessante Präsentation. Es hat mich wirklich interessiert und ich habe mit Spannung zugehört. Auch ihre eigenen Erfahrungen waren sehr interessant!

- Es macht einen Unterschied, die Infos auf der Homepage zu lesen oder sie persönlich vorgetragen zu bekommen. Ich fand den Vortrag wirklich gut und es hat mich gefreut, nun diese Art des Reisens zu kennen und zu sehen, wie dieses Jahr aussehen kann.
- Mir hat der Vortrag von Svenja sehr gefallen, ich kann mir nur allzu gut vorstellen, wie anstrengend es auch sein kann, mit behinderten Menschen zu arbeiten und das mit diesen anfänglich sicher großen Sprachbarrieren. Mir hat es auch gefallen, die Option eines FFD anstatt eines FSJ kennenzulernen und die Möglichkeiten, welche die Evangelische Kirche im Rheinland anbietet.
- Mir hat die Veranstaltung heute sehr gut gefallen. Ich habe einen tollen Einblick bekommen und kann mir jetzt gut vorstellen, wie solch ein Freiwilligendienst aussehen könnte. Ich selbst überlege schon länger, ob ich auch ein FSJ machen möchte, und meine Gedanken wurden durch die vielen Informationen und Bilder intensiviert. Vielen Dank für die Möglichkeit!
- Der Vortrag von Svenja über den Freiwilligen Friedensdienst war gut strukturiert. Auch die Gestaltung war sehr ansprechend mit vielen Bildern und einer flüssigen und stringenten Vortragsweise. Dass sie einen Vortrag von eigentlich zwei Referenten allein gehalten hat, fiel kaum auf. Inhaltlich war ich überrascht, welche Formen so ein Friedensdienst annehmen kann, da ich vorher nur sehr wenig darüber wusste und der Name doch eher an einen gefährlichen Job als Vermittler in einem Kriegsgebiet erinnert.
- Der Vortrag heute war sehr informativ. Ich fände es sehr schön, wenn auch die folgenden Jahrgänge über die Möglichkeit, ein freiwilliges soziales Jahr mit der evangelischen Kirche zu machen, informiert werden. Es zeigt nochmal viele verschiedene Projekte, an die man selbst nicht gedacht hätte!