Von der Tatsache, dass Mathematik nicht nur trockene Theorie sein muss, konnte sich die Klasse 8d unter der Leitung von Herrn Schwick während eines Spaziergangs durch Siegburg selbst überzeugen.
Mithilfe einfacher Experimente lernten sie, die Fließgeschwindigkeit eines Flusses zu messen. Eine Schülerin berichtet von ihrem außergewöhnlichen Matheunterricht.

Wir, die 8d des Anno-Gymnasiums Siegburg, begaben uns mit unserem Klassenlehrer Herrn Schwick zum Mühlengraben. Diese Exkursion wurde zu einem mathematischen Ausflug, denn wir mussten rund um den Fluss verschiedene Knobelaufgaben lösen. Zuvor erhielten wir Hefte von den Mitarbeitenden der Uni Bonn, in denen einige Informationen und natürlich die Aufgaben zum Berechnen der Geschwindigkeit des Mühlengrabens festgehalten waren.
Da wir die erste Klasse waren, die diesen mathematischen Weg um den Mühlengraben gehen sollte, kam auch ein Kamera-Team des WDRs. Dieses filmte uns beim Berechnen der Aufgaben und interviewte einige der Klasse.

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Zu Beginn fragten sie, wie schnell der Mühlengraben sei. Die meisten vermuteten, er fließe ca. 10-12 km/h schnell. Doch nach einigen Berechnungen stellten wir fest, dass der Mühlengraben eine Geschwindigkeit von ca. 3 km/h habe. Zu einem genauen Ergebnis kam es am Ende jedoch nicht, weil die Aufgaben nicht so leicht zu lösen waren. Zudem reichte die Bearbeitungszeit von zwei Stunden nicht aus, denn es dauerte eine Weile, bis man eigene Fehler korrigiert hatte oder passendes Material zum Messen der Geschwindigkeit fand. Um die Geschwindigkeit zu messen musste man nämlich Gegenstände, wie z.B. einen Zweig, ins Wasser werfen und die Zeit stoppen, die er für eine bestimmte Strecke benötigte.

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Nach einer kurzen Umfrage zum Schluss des Spaziergangs stellte sich jedoch heraus, dass alle in unserer Klasse eine solche Exkursion gerne noch einmal machen würden. Ein voller Erfolg für Antje Kiesel, die auf die Idee des Spaziergangs gekommen war. Sie wollte die Mathematik nicht nur mithilfe eines Buchs oder der Tafel erkunden, sondern auch draußen in der Natur. Diese Idee sollte bewirken, dass Schülerinnen und Schüler noch mehr Spaß an Mathe haben und das Fach auch in ihrem Alltag praktisch anwenden können. Die Exkursion und unsere Rückmeldungen bestärkten ihre Idee.
So ein Ausflug ist also nur zu empfehlen, um die Begeisterung für die Welt der Mathematik zu wecken und zu stärken!

Tereza Mikusova, 8d

Fotos: Robert Schwick