„Na klar machen wir mit! Wegen Corona erst recht! Wir wollen auch Spenden sammeln!“ Klare Ansage der 22 Mädchen und Jungen aus dem ev. Religionskurs 5ad. Sie hatten schon einiges erfahren über Kinderdörfer in Ruanda und das indische Kinderheim Prem Sadan am Rande der riesigen Slums von Mumbai (Bombay), für das sich das ANNO schon seit Jahrzehnten einsetzt. Und dass Corona die Menschen dort ungleich härter trifft. Gemeinsam wurde ein Spendenbrief entworfen und mit Füller in Schönschrift auf einen Anno-Spendenaufruf geschrieben. Damit wollten sie über die Woche zuhause sammeln gehen. „Nächste Woche bringen wir ein paar Spenden mit“, versprachen sie.
Und so machten sie sich auf den Weg: zu den Nachbarn in der Straße, zu den Großeltern, ja sogar in einer kleinen Gruppe in die Stadt. Einige hatten vorher gemeinsam Plätzchen, eine ganz viele Muffins zum Verkauf gebacken. Eine Schülerin wollte bei der Apfelernte mithelfen und Geld verdienen, ein paar Jungs verabredeten sich für eine gemeinsame Aktion, eine Schülerin schickte den Freunden der Eltern eine WhatsAPP. Und auch ein Teil des eigenen Taschengeldes wanderte in die Spendenbriefumschläge.

Ihr Versprechen haben sie weit übertroffen. Am Aktionstag, dem 22. September 2020, brachten sie ihre Gelder in Briefumschlägen in den Reliunterricht mit. Manche waren prall gefüllt. „Wir wollen in der nächsten Woche nochmal losziehen“, sagten einige. Gesagt, getan. Und so kamen am Ende sage und schreibe 1288,92 € zusammen.

„Es war eine aufregende Sache, weil man wusste, dass man sich für etwas Gutes einsetzte, und es hat Spaß gemacht zu sammeln“, berichtete Schülerin S. „Aber am Anfang war das gar nicht so einfach, sich zu überwinden, an fremden Türen zu fragen“, antwortete ihr Mitschüler T., und Schülerin A. bestätigte, dass sie das auch entmutigend fand, wenn Türen sofort wieder zugemacht wurden, „aber wir haben weitergemacht, weil wir wussten, dass wir den Kindern helfen.“ Schülerin L. ergänzte: „Man hat sich vorgestellt, wie sehr sich die Menschen, für die wir sammeln, freuen – man war sehr stolz auf sich!“ Und C., die über 250 € zusammenbekommen hatte, fasst es so zusammen: „Ich fand es toll, dass ich etwas für andere Menschen tun konnte.“

DANKE, liebe Schülerinnen und Schüler, das habt ihr großartig gemacht!