Als ich mich in der sechsten Klasse wie jeder andere für meine zweite Fremdsprache entscheiden musste, wusste ich nicht für welche. Um ehrlich zu sein, es war mir damals auch ziemlich egal. Schließlich habe ich dann Latein gewählt. Hauptsächlich, weil meine Eltern beide auch Latein gewählt hatten und sie mir deshalb helfen konnten. Damals wusste ich natürlich noch gar nicht, was mich erwarten wird, und ich habe mich auch gefragt, wofür ich eine Sprache brauche, die heute so gut wie keiner mehr spricht. 

6Jetzt, nach knapp sechs Jahren Lateinunterricht, bin ich mir aber sicher, dass es die richtige Entscheidung war. Erst einmal muss ich sagen, dass - wenn man Latein wählt - vieles anders ist: Während man Englisch lernt, um sich auf der ganzen Welt verständigen zu können und andere Sprachen einem einen genaueren Einblick in ihre jeweilige Kultur verschaffen, bildet Latein das Allgemeinwissen. Die Sachen, die man im Unterricht lernt, helfen einem in den meisten anderen Fächern und im Leben außerhalb der Schule. Durch das genaue Übersetzen der lateinischen Texte lernt man es, sich besser zu konzentrieren und Aufgaben strukturierter zu bearbeiten. Man redet viel über aktuelle Themen und geschichtliche Ereignisse; man liest zum Beispiel Texte von Caesar über die Kriege, die er geführt hat, oder stellt sich die Frage, wie man ein gutes Leben führt. Außerdem diskutiert man über Themen, wie aktuelle Mode und die Macht von großen Rednern. 

7Latein ist weder schwieriger noch einfacher als die meisten anderen Sprachen, doch wenn man Latein einmal kann, fällt es leichter, neue Sprachen zu lernen, da die meisten europäischen Sprachen aus dem Lateinischen stammen. Das bedeutet, man findet viele lateinische Wörter in ganz anderen Sprachen und Lebensbereichen wieder. Um nur ein Beispiel zu nennen: das deutsche Wort „Defensive“, das die meisten aus dem Sportunterricht kennen werden, kommt ursprünglich aus dem Lateinischen von dem Verb „defendere“ (verteidigen). So kann man sich auch ganz einfach herleiten, was wohl das englische Verb „to defend“ bedeuten kann. Wenn man sich also noch unsicher ist, welche zweite Fremdsprache die richtige für einen ist, kann ich nur sagen, dass man mit Latein selten falsch liegen kann, da für jeden etwas dabei ist.    
 

Warum ist es sinnvoll, auch heute Latein zu lernen?

Eine Schülersicht

 

Als ich mich in der sechsten Klasse wie jeder andere für meine zweite Fremdsprache entscheiden musste, wusste ich nicht für welche. Um ehrlich zu sein, es war mir damals auch ziemlich egal. Schließlich habe ich dann Latein gewählt. Hauptsächlich, weil meine Eltern beide auch Latein gewählt hatten und sie mir deshalb helfen konnten. Damals wusste ich natürlich noch gar nicht, was mich erwarten wird, und ich habe mich auch gefragt, wofür ich eine Sprache brauche, die heute so gut wie keiner mehr spricht.

Textfeld: Vorbereitung der Facharbeiten in der Seminarbibliothek der Abteilung für Lateinische Philologie in der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, BonnEin Bild, das Bibliothek, Raum, Szene, Mann enthält.

Automatisch generierte BeschreibungJetzt, nach knapp sechs Jahren Lateinunterricht, bin ich mir aber sicher, dass es die richtige Entscheidung war. Erst einmal muss ich sagen, dass - wenn man Latein wählt - vieles anders ist: Während man Englisch lernt, um sich auf der ganzen Welt verständigen zu können und andere Sprachen einem einen genaueren Einblick in ihre jeweilige Kultur verschaffen, bildet Latein das Allgemeinwissen. Die Sachen, die man im Unterricht lernt, helfen einem in den meisten anderen Fächern und im Leben außerhalb der Schule. Durch das genaue Übersetzen der lateinischen Texte lernt man es, sich besser zu konzentrieren und Aufgaben strukturierter zu bearbeiten. Man redet viel über aktuelle Themen und geschichtliche Ereignisse; man liest zum Beispiel Texte von Caesar über die Kriege, die er geführt hat, oder stellt sich die Frage, wie man ein gutes Leben führt. Außerdem diskutiert man über Themen, wie aktuelle Mode und die Macht von großen Rednern.

Textfeld: Projektarbeit: 
Museum Romanum; Ausstellung mit Führung:
„Asterix, die ganze Wahrheit“
Ein Bild, das drinnen, Tisch, Raum, sitzend enthält.

Automatisch generierte BeschreibungLatein ist weder schwieriger noch einfacher als die meisten anderen Sprachen, doch wenn man Latein einmal kann, fällt es leichter, neue Sprachen zu lernen, da die meisten europäischen Sprachen aus dem Lateinischen stammen. Das bedeutet, man findet viele lateinische Wörter in ganz anderen Sprachen und Lebensbereichen wieder. Um nur ein Beispiel zu nennen: das deutsche Wort „Defensive“, das die meisten aus dem Sportunterricht kennen werden, kommt ursprünglich aus dem Lateinischen von dem Verb „defendere“ (verteidigen). So kann man sich auch ganz einfach herleiten, was wohl das englische Verb „to defend“ bedeuten kann. Wenn man sich also noch unsicher ist, welche zweite Fremdsprache die richtige für einen ist, kann ich nur sagen, dass man mit Latein selten falsch liegen kann, da für jeden etwas dabei ist.