Non scholae, sed vitae…

Latein ist die Sprache, in der Cäsar seine Schlachten beschreibt, in der sich Ärzte unterhalten, die im Vatikan gesprochen wird…

Ja, auch das!

Aber Latein ist auch mehr!

1Latein ist die Sprache, die vor über 2000 Jahren im Römischen Reich gesprochen wurde und in der sich die Römer verständigten. Das Römische Reich erstreckte sich über den gesamten Mittelmeerraum von Afrika bis hoch in den Norden des heutigen Schottlands, vom Atlantik bis zum Persischen Golf. Latein ist somit nicht nur die Mutter aller romanischen Sprachen, wie Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch etc., sondern von ihr ausgehend lässt sich auch mehr als die Hälfte des englischen Wortschatzes ableiten.


2Latein war über zwei Jahrtausende die Weltsprache der Wissenschaften und Bildung und hat die europäische Geschichte und das kulturelle Bewusstsein der Menschen maßgeblich geprägt. Nur durch die Rückbesinnung auf unsere Wurzeln sind wir in der Lage, die Gegenwart zu verstehen und Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. „Das Neue, das wir suchen, braucht das Alte, sonst können wir das Neue auch gar nicht als solches erkennen“ (Spiegel Interview – 2003 Odo Marquard zu dem Band „Zukunft braucht Herkunft“).

Die lateinische Literatur bietet eine Vielfalt von Texten, die über Schlachtgetümmel hinaus-gehen: Liebesgedichte, die an Aktualität nie verlieren werden, rhetorische Lehrschriften, die heute noch in Kommunikations- und Rhetorikseminaren maßgeblich sind, sowie philosophi-sche Schriften, die das abendländische Denken bis heute prägen.