Jungunternehmer des „Deutschen Gründerpreises“ arbeiten vernetzt


Ursprünglich war es anders geplant für die vier Oberstufenschüler. Bis Mai sollen sie ihre innovative Gründungsidee beim größten Existenzgründer-Planspiel der Bundesrepublik einreichen. Bis dahin hätten noch die Kick-Off-Veranstaltung und Seminare stattfinden sollen. Nun arbeiten die Schüler in Webinaren, um ihre Geschäftsidee final ausarbeiten zu können. Vernetzt zu sein, ist dabei nichts Ungewöhnliches für die Jungunternehmer des Anno-Gymnasiums. Schon in den vergangenen Monaten haben die Schüler vernetzt gearbeitet, denn in der Wirtschafts-AG der Schule unter Leitung von Achim Werner und mit Projektunterstützung des Unternehmenspaten Sergej Borkenhagen (Geschäftsführer der X-PHYSIO - Schule für Physiotherapie, Bonn) war eine stabile Kommunikationsstruktur über die eine Schulstunde pro Woche hinaus eine der Voraussetzungen für gelingendes Arbeiten.

Unternehmensgründung in wirtschaftlich instabilen Zeiten?

Noch ist es für die Schüler nur ein „Spiel“: Sie lernen, eine innovative Geschäftsidee zu entwickeln, Strategien zur Planung und Umsetzung aufzustellen, Verantwortung für das Ganze sowie für Teilschritte im Entwicklungsprozess zu übernehmen und mit Teamgeist, Projekt- und Zeitmanagement das Geschäftsprojekt umzusetzen.
Junge Menschen zu unterstützen, mutige neue Ideen anzugehen, ist die Motivation der vier Initiatoren des Planspiels, den Unternehmensgruppen von stern, ZDF, Porsche und den Sparkassen.

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Janina Volb arbeitet zu Hause

Das „Spiel“ ist nur eine fiktive Unternehmensgründung, aber niemand wird bezweifeln wollen, dass in Zukunft innovative Ideen entwickelt und umgesetzt werden müssen. Als Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypris in Bezug auf den Deutschen Gründerpreis den Satz prägte, "Wir brauchen mehr Wirtschaft in der Schule und mehr Unternehmergeist in unserem Land", wusste sie noch nicht, wie sich die wirtschaftlichen Strukturen weltweit innerhalb kürzester Zeit ändern würden.

StartUp für alle!

Was die Schüler zurzeit als Unternehmens-StartUp erproben, werden wir alle in der kommenden Zeit brauchen: Ein StartUp für die Zeit während und hoffentlich irgendwann auch nach Corona. Nicht nur wirtschaftlich. Ein StartUp mit Mut zu neuen Ideen und Kraft zur Umsetzung im Alltag. Wir alle stehen vor einem großen Lebens-StartUp. Lassen wir uns darauf ein, gehen wir es mutig an, auch wenn es für uns kein Planspiel ist.
 
 
Cordula Engel